Von einer Bulimie wird gesprochen, wenn Menschen unter Essattacken leiden und sich als unfähig erleben, diese zu unterbrechen. Meist wird anschließend ein Erbrechen selbst herbeigeführt, um eine Gewichtszunahme zu verhindern. Teilweise wird auch übermäßig Sport getrieben oder phasenweise gar nichts gegessen, um die übermäßige Nahrungszufuhr auszugleichen, was wiederum zu ungebremstem Überessen führt. Insgesamt sind Kinder kaum betroffen, diese Störung beginnt meist im Jugendalter. 90-95% der Betroffenen sind weiblich*. Bulimie wird im Gegensatz zu anderen Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen oft erst recht spät entdeckt, da die Betroffenen meist ein normales Körpergewicht haben. Zudem ist es auch stark schambesetzt und wird eher verheimlicht. Daher ist davon auszugehen, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Eltern sollte aufmerksam werden, wenn große Mengen an Essen verschwinden, Jugendliche übermäßig lange Zeit im Badezimmer verbringen, Würgegeräusche zu hören sind und es regelmäßig nach Erbrochenem riecht.

Literaturhinweis:

Manual der kognitiven Verhaltenstherapie bei Anorexie und Bulimie, Legenbauer, Vocks. Springerverlag 2006

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